Liebe Freunde in München, liebe Freunde der Kinder!
Eine Zivilisation die die Kleinen und Hilfsbedürftigen beschützt, bei ihren Beratungen, Entscheidungen und Planungen in die Mitte stellt, ist gesund, denn sie kann lieben.
Eine Zivilisation, die die Kleinen an den Rand drängt und übersieht oder sogar wie überflüssig und wie Abfall behandelt, diese Gesellschaft ist krank, denn sie kann nicht Lieben.
Man muss sich vor Gott verneigen, nicht weil er so groß ist, sondern weil er sich so klein gemacht hat, um uns zu begegnen. Um uns unsere ursprüngliche Würde wiederzugeben, hat er sich so klein gemacht wie ein Kind... Schauen wir dieses Kind und lassen uns betroffen machen von der Liebe, mit der unser Schöpfer uns begegnen will.... Es ist immer eine Einladung... Niemals kommt er mit Drohgebärden auf uns zu... immer ist es die Einladung, zu vertrauen. Dann machen wir aus unserem Herzen eine Quelle der Liebe, die das Angesicht der Erde verwandeln will in einen Pilgerweg des Vertrauens auf der ganzen Erde, die der Liebe den Vorrang gibt.
Für alle Hilfe auf diesem Weg danke ich von ganzem Herzen im Namen all der Kinder, die eure Hilfe empfangen haben. Ihre Dankbarkeit baut uns auf und hilft uns sogar das Zerbrochene, das Gescheiterte, sogar das durch engstirnige Ängstlichkeit Gelähmte zu verstehen. Ist eine Etappe auf diesem Pilgerweg.
Manche tragen ein Kreuz, auch er wird das Kreuz tragen. Manche sind in Kämpfe verwickelt, die bis an den tiefsten Lebensnerv gehen, auch er hat geschrieen im Garten Gethsemane. Aber immer gibt es auch den Moment der Versöhnung, der Entschuldigung, der Bitte um Vergebung... es wird keinen besseren Weg geben... Gott hat den Sohn in die Welt gesandt, um die Welt zu retten (Joh. 3,17).
Vergessen wir nie, das das Evangelium etwas Lebendiges ist, kein Etwas sondern Jemand, der mich ansprechen will... der Sohn des lebendigen Gottes...
Ich wünsche allen zu Weihnachten einen tiefen Atemzug dieses Friedens im Herzen, den nur Er uns geben kann...
Ich wünsche jedem, dass er sagen kann... "Ja komm und erfülle mein Herz... " und wo es schwer fällt ist ja auch schon die persönliche Anwesenheit in der Gemeinschaft der Glaubenden ein Zeichen des Vertrauens...
Das Wesentliche geschieht in aller Stille und in einfachen Gesten... Gott beschenke euch alle mit dem Frieden des Herzens, der Quelle der Kreativität und der Phantasie. Er kann helfen, in allem das Gute zu sehen und auch zu tun...
Liebe und sag es durch dein Leben.. Meinen Segen habt Ihr.
P. Lutz
